Geschäftsbericht

Das ver­gan­gene Geschäfts­jahr stand ganz im Zei­chen des 125-Jahr-Jubi­lä­ums von EWS. Der Blick zurück zeigte den beein­dru­cken­den Pio­nier­geist unse­rer Fir­men­grün­der, die den Auf- und Ausbau der regio­na­len Strom­ver­sor­gung ein­lei­te­ten. Weit­sicht und Inno­va­ti­ons­wille präg­ten auch die wei­tere Ent­wick­lung zum heu­ti­gen erfolg­rei­chen Energiedienstleistungsunternehmen.

Ihren 125. Geburts­tag hat EWS mit ver­schie­de­nen Anläs­sen für Kunden, Behör­den­ver­tre­ter, Mit­ar­bei­tende und die Öffent­lich­keit gebüh­rend gefei­ert. Die zahl­rei­chen Begeg­nun­gen mit unse­ren Gästen zeig­ten, wie eng EWS und ihre Mit­ar­bei­ten­den mit der Region ver­bun­den sind. EWS nutzte den Tag der offe­nen Tür, um den Besu­che­rin­nen und Besu­chern die Viel­falt der Geschäfts­ak­ti­vi­tä­ten und Ener­gie­dienst­leis­tun­gen vor­zu­stel­len. Aus­ser­dem prä­sen­tier­ten wir unser neues Gewer­be­ge­bäude. Das Unter­hal­tungs­pro­gramm für unsere klei­nen Gäste sorgte für viele leuch­tende Kinderaugen.

Neben all den Fei­er­lich­kei­ten haben wir das Tages­ge­schäft nicht ver­nach­läs­sigt. Der kalte Winter und die wirt­schaft­li­che Erho­lung bewirk­ten, dass der Strom­ab­satz um 8 Pro­zent gegen­über dem Vor­jahr anstieg. Dank der regen Bau­kon­junk­tur war der Bereich Gebäu­de­tech­nik sehr gut aus­ge­las­tet und konnte sich wei­ter­hin posi­tiv ent­wi­ckeln. Unter dem Strich blickt EWS auf ein sehr erfolg­rei­ches Geschäfts­jahr zurück, die gesteck­ten finan­zi­el­len Ziele konn­ten erreicht werden.

Die Corona-Pan­de­mie und ihre Schutz­mass­nah­men hatten keinen wesent­li­chen nega­ti­ven Ein­fluss auf unsere Geschäfts­tä­tig­keit. Aller­dings waren viele Mit­ar­bei­tende bei ihren Ein­sät­zen auf Bau­stel­len wäh­rend des Lock­downs im Winter stark gefor­dert, als Restau­rants geschlos­sen wurden und keine Pau­sen­räume und Ver­pfle­gungs­mög­lich­kei­ten mehr ver­füg­bar waren. Die sich stän­dig ändern­den Mass­nah­men for­der­ten von der Fir­men­lei­tung und den Mit­ar­bei­ten­den viel Flexibilität.

Wie Sie fest­stel­len können, hat sich das Format des Geschäfts­be­rich­tes ver­än­dert. Im Zuge der zuneh­men­den Digi­ta­li­sie­rung und der Umwelt zuliebe haben wir uns ent­schlos­sen, die gedruckte Ver­sion auf die gesetz­lich not­wen­di­gen Anga­ben zu beschrän­ken. Über unsere Akti­vi­tä­ten können Sie sich lau­fend auf ews​.ch/news infor­mie­ren – wir laden Sie ein, in unsere viel­fäl­tige Ener­gie­welt einzutauchen.

Der Ver­wal­tungs­rat und die Geschäfts­lei­tung danken dem Team Rot für seinen Ein­satz und seine Fle­xi­bi­li­tät in diesen spe­zi­el­len Zeiten und gra­tu­lie­ren zum erfolg­rei­chen Geschäfts­ab­schluss. Unser Dank rich­tet sich auch an Sie, liebe Aktio­nä­rin, lieber Aktio­när, für Ihr lang­jäh­ri­ges Ver­trauen in EWS.


Thomas Reit­ho­fer
Prä­si­dent des Verwaltungsrats 


Peter Suter
Vor­sit­zen­der der Geschäftsleitung

EWS blickt auf ein sehr erfolg­rei­ches Geschäfts­jahr zurück.
Kennzahlen

2020/21

2019/20

Stromkunden
21'958
21'648

+ 1,4 %

Transportierter Strom
260 Mio. kWh
238 Mio. kWh

+ 9,1 %

Gesamtleistung
61'624 TCHF
58'060 TCHF

+ 6,1 %

Bilanzsumme
56'939 TCHF
54'014 TCHF

+ 5,4 %

Anlagevermögen
35'486 TCHF
30'926 TCHF

+ 14,7 %

Investitionen in Sachanlagen
9'510 TCHF
5'653 TCHF

+ 68,2 %

Jahresgewinn
3'443 TCHF
3'400 TCHF

+ 1,3 %

Geldfluss aus Geschäftstätigkeit
8'980 TCHF
8'086 TCHF

+ 11,1 %

Aktienkapital
3'000 TCHF
3'000 TCHF
Dividende je Aktie nom. CHF 100
80* CHF
100 CHF

*Antrag des Verwaltungsrats

Vollzeitstellen am 30.9.
143
139

+ 2,9 %

davon Lernende
28
28

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Finanzkommentar

EWS hat ihre Gesamt­leis­tung im Geschäfts­jahr 2020/21 um 3,6 Mio. Fran­ken erhöht. In den regu­lier­ten Berei­chen Ener­gie und Netz­nut­zung führte der lange Winter zu einem höhe­ren Strom­ver­brauch. Der Bereich Gebäu­de­tech­nik konnte an das sehr gute Ergeb­nis des Vor­jah­res anknüp­fen und behaup­tet sich erfolg­reich im Markt. EWS leis­tet mit ihren umfas­sen­den Lösun­gen in den Berei­chen Gebäu­de­tech­nik und erneu­er­bare Ener­gien einen wich­ti­gen Bei­trag zur Nach­hal­tig­keit und Energieeffizienz.

Erfolgs­rech­nung
Über das Ver­teil­netz von EWS wurden 260 Mio. kWh Strom trans­por­tiert, rund 9,1 Pro­zent mehr als im Vor­jahr. Die Gesamt­leis­tung liegt 3,6 Mio. Fran­ken oder 6,1 Pro­zent über dem Vor­jah­res­wert und beträgt neu 61,6 Mio. Fran­ken (Vor­jahr 58,1 Mio. Fran­ken). Die Zunahme der Gesamt­leis­tung ist auf den höhe­ren Absatz im Strom­ge­schäft (Ener­gie und Netz­nut­zung) zurück­zu­füh­ren. Der lange Winter hat dazu geführt, dass mehr Strom zum Heizen ver­braucht wurde. Wegen des trüben Som­mer­wet­ters pro­du­zier­ten die Solar­an­la­gen weni­ger Strom, was wie­derum zu einem Mehr­be­zug aus dem Netz führte. Somit stieg der Umsatz im Strom­ge­schäft um 2,4 Mio. Fran­ken und dies bei im Ver­gleich zum Vor­jahr tie­fe­ren Prei­sen. Erfreu­li­cher­weise konnte auch der Umsatz im Bereich Gebäu­de­tech­nik sowie in den Neben­ge­schäf­ten um 0,6 Mio. Fran­ken gestei­gert werden. Dieser erreicht nun 19,4 Mio. Fran­ken (Vor­jahr 18,7 Mio. Franken).

Der Betriebs­auf­wand nahm um 6,4 Pro­zent auf 57,3 Mio. Fran­ken zu. Zum Mehr­auf­wand haben die grös­sere Beschaf­fungs­menge und die höhe­ren Beschaf­fungs­preise für Strom bei­getra­gen, ebenso ist der Auf­wand für die Nut­zung der Vor­lie­ger­netze men­gen­be­dingt ange­stie­gen. Der Mehr­auf­wand für Mate­rial und Fremd­leis­tun­gen lässt sich vor­wie­gend durch die höhere Gesamt­leis­tung der Gebäu­de­tech­nik erklä­ren. Der höhere Per­so­nal­be­stand, mitt­ler­weile beschäf­tigt EWS 160 Mit­ar­bei­tende, die sich 143 Voll­zeit­stel­len teilen, sowie die Lohn­an­pas­sun­gen per 2021 haben zum höhe­ren Per­so­nal­auf­wand geführt. Im leicht tie­fe­ren Übri­gen Betriebs­auf­wand sind, nebst dem Ver­wal­tungs­auf­wand, auch Ent­schä­di­gun­gen für die Mit­be­nut­zung von Unter­sta­tio­nen ent­hal­ten. Die Abschrei­bun­gen auf den Sach­an­la­gen liegen ins­ge­samt 1,2 Mio. Fran­ken über dem Vor­jah­res­wert. Auf­grund von regu­la­to­ri­schen Vor­ga­ben wurden die bisher akti­vier­ten Auf­wen­dun­gen für die Umstel­lung auf Smart Meter voll­stän­dig abge­schrie­ben. Ein Abschrei­bungs­be­darf ergab sich erst­ma­lig beim neuen Gewer­be­bau. Das Betriebs­er­geb­nis vor Zinsen und Steu­ern erreicht 4,3 Mio. Fran­ken (Vor­jahr 4,2 Mio. Fran­ken). Die gute Sub­stanz von EWS erlaubt die Aus­schüt­tung einer ordent­li­chen Divi­dende von neu 80 Fran­ken pro Aktie, im Vor­jahr waren es 60 Fran­ken plus eine Jubi­lä­ums­di­vi­dende von 40 Fran­ken (Antrag des Ver­wal­tungs­rats an die GV).

Bilanz
Die Sach­an­la­gen haben netto um 4,6 Mio. Fran­ken zuge­nom­men; dies ins­be­son­dere wegen der Inbe­trieb­nahme des neuen Gewer­be­baus in Ibach. Den Inves­ti­tio­nen in neue Sach­an­la­gen von ins­ge­samt 9,5 Mio. Fran­ken stehen Abschrei­bun­gen von 4,9 Mio. Fran­ken gegen­über. Auf der Pas­siv­seite steigt das Eigen­ka­pi­tal dank der Zuwei­sung an die Gewinn­re­ser­ven sowie durch den Bilanz­ge­winn um 0,4 Mio. Fran­ken an. Das kurz­fris­tige Fremd­ka­pi­tal nahm um 2,8 Mio. Fran­ken zu, unter ande­rem wegen erziel­ten Über­de­ckun­gen bei den regu­lier­ten Kosten im Strom­ge­schäft, welche an die Strom­kun­den zurück­ge­ge­ben werden müssen. Das lang­fris­tige Fremd­ka­pi­tal nahm um 0,3 Mio. Fran­ken ab. Die Rück­stel­lun­gen sind gröss­ten­teils nicht zweck­ge­bun­den.

Inves­ti­tio­nen
EWS hat 5,5 Mio. Fran­ken in die eige­nen und gemie­te­ten Ver­teil­netz­an­la­gen in ihrem Ver­sor­gungs­ge­biet inves­tiert. Ein Fokus liegt auf dem Aus­tausch der kon­ven­tio­nel­len Strom­zäh­ler durch Smart Meter. Inzwi­schen ist die Hälfte der Zähler auf die neue Tech­no­lo­gie umge­stellt worden. Ein wei­te­rer Schwer­punkt liegt auf der Erneue­rung und Ver­ka­be­lung der Strom­lei­tung über die Rigi. Der neue Gewer­be­bau im Diesel konnte im Früh­jahr 2021 bezo­gen werden; er kos­tete rund 6 Mio. Fran­ken.

Strom­ab­satz

Der Strom­ver­brauch hat im Ver­gleich zum Vor­jahr um 18,2 GWh zuge­nom­men. Bei den Pri­vat­kun­den hat in erster Linie der län­gere und käl­tere Winter zum Mehr­ver­brauch von 6,7 Pro­zent geführt. Bei den Geschäfts­kun­den ist der Anstieg des Strom­ver­brauchs um 11,1 Pro­zent auf die wieder anzie­hende wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung und neue Gross­ver­brau­cher zurück­zu­füh­ren. Die höhere Absatz­menge im Strom­ge­schäft bringt EWS zusätz­li­che Deckungs­bei­träge ein. Diese werden als Über­de­ckung der regu­lier­ten Kosten für das Ver­teil­netz und den Ener­gie­ver­trieb abge­grenzt und an die Kunden mit­tels ent­spre­chen­der Tarif­re­duk­tio­nen in den Fol­ge­jah­ren zurück­ge­ge­ben.

Opti­mierte Pro­zesse im neuen Gewer­be­bau

Der neue Gewer­be­bau im Diesel erfüllt den erhöh­ten Raum­be­darf für den Wachs­tums­be­reich Gebäu­de­tech­nik, ins­be­son­dere für den Schalt­an­la­gen­bau. Die Ana­lyse der Pro­duk­ti­ons­pro­zesse ergab eine opti­male Anord­nung von Maschi­nen, Lager­plät­zen und Werk­stät­ten. CNC-Maschi­nen, auto­ma­ti­sche Lager­sys­teme und Hän­ge­kräne für schwere Lasten unter­stüt­zen die Arbeits­pro­zesse im Schalt­an­la­gen­bau. EWS treibt die Digi­ta­li­sie­rung vieler Arbeits­pro­zesse voran. Dadurch gestal­ten sich die Arbei­ten trans­pa­ren­ter und siche­rer und es können Res­sour­cen ein­ge­spart werden.

3 Fakten zu EWS
Elektrofahrzeuge
13
Stromleitungen
956,3 km
Smart Meter
14'503

Bilanz Aktiven

30.09.21 30.09.20
(Erläuterung) TCHF TCHF
Flüssige Mittel 9'718 12'783
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (3) 11'439 10'064
Übrige kurzfristige Forderungen 125 101
Vorräte und Aufträge in Arbeit 100 100
Aktive Rechnungs-abgrenzungen 71 40
Total Umlaufvermögen 21'453 23'088
Finanzanlagen 750 800
Sachanlagen (4) 34'736 30'126
Total Anlagevermögen 35'486 30'926
Total Aktiven 56'939 54'014

Bilanz Passiven

30.09.21 30.09.20
(Erläuterung) TCHF TCHF
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1‘545 881
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten (5) 1'739 2'070
Passive Rechnungs-abgrenzungen (6) 14'035 11'455
Kurzfristige Rückstellungen 375 481
Total kurzfristiges Fremdkapital 17'694 14'887
Übrige langfristige Verbindlichkeiten (7) 4'713 4'500
Langfristige Rückstellungen (8) 19'085 19'623
Total langfristiges Fremdkapital 23'798 24'123
Total Fremdkapital 41'492 39'010
Aktienkapital (9) 3'000 3'000
Gesetzliche Gewinnreserve 1'500 1'500
Freiwillige Gewinnreserve 7'400 7'000
Bilanzgewinn 3'547 3'504
Total Eigenkapital 15'447 15'004
Total Passiven 56'939 54'014

Jahresrechnung

Erfolgsrechnung 2020/21 2019/20
(Erläuterung) TCHF TCHF
Nettoumsatz aus Energiegeschäft und Netznutzung 40'193 37'760
Nettoumsatz aus Gebäudetechnik und Nebengeschäften 19'393 18'747
Aktivierte Eigenleistungen 1‘291 965
Übriger Betriebsertrag 747 588
Gesamtleistung 61‘624 58'060
Energiebeschaffungs- und Netznutzungsaufwand – 20'826 – 19'340
Material und Fremdleistungen – 9'910 – 9'351
Personalaufwand – 13'797 – 13'359
Abgaben und Leistungen an Gemeinwesen – 2'661 – 2'658
Übriger Betriebsaufwand – 5'237 – 5'464
Abschreibungen – 4'880 – 3'671
Betriebsaufwand – 57'311 – 53'843
Betriebsergebnis 4'313 4'217
Finanzertrag 12 13
Finanzaufwand – 137 – 134
Ertragssteuern – 745 – 696
Unternehmens-ergebnis 3'443 3'400

Anhang Jahresrechnung

1. All­ge­meine Infor­ma­tio­nen
Die EWS AG (EWS) ist eine Akti­en­ge­sell­schaft nach Schwei­zer Recht mit Sitz in Schwyz. Die Anzahl Voll­zeit­stel­len im Jah­res­durch­schnitt beträgt 138 (Vor­jahr 135).

2. Rech­nungs­le­gungs­grund­sätze
Der Jah­res­ab­schluss ent­spricht dem schwei­ze­ri­schen Gesetz. Der Ver­wal­tungs­rat von EWS geneh­migte die vor­lie­gende Jah­res­rech­nung am 23. Novem­ber 2021. Sie unter­liegt zudem der Geneh­mi­gung durch die Gene­ral­ver­samm­lung am 24. Januar 2022. Im Fol­gen­den werden die in der Jah­res­rech­nung ange­wand­ten Grund­sätze auf­ge­führt, soweit diese nicht vom Gesetz vor­ge­schrie­ben sind.

Ver­zicht auf zusätz­li­che Anga­ben
Da die Cen­tral­schwei­ze­ri­sche Kraft­werke AG, welche EWS kon­trol­liert, eine Kon­zern­rech­nung nach einem aner­kann­ten Stan­dard zur Rech­nungs­le­gung (IFRS) erstellt, hat EWS in der vor­lie­gen­den Jah­res­rech­nung in Über­ein­stim­mung mit den gesetz­li­chen Vor­schrif­ten auf die Anhangs­an­ga­ben zu ver­zins­li­chen Ver­bind­lich­kei­ten und Revi­si­ons­ho­no­ra­ren sowie auf die Dar­stel­lung einer Geld­fluss­rech­nung und eines Lage­be­rich­tes verzichtet.

Net­to­um­satz
Umsatz­er­löse aus dem Ener­gie­ge­schäft und der Netz­nut­zung gelten als rea­li­siert und werden als Umsatz erfasst, wenn die Lie­fe­rung erfolgt ist. Die Bemes­sung der Lie­fe­rung basiert zum Geschäfts­jah­res­ab­schluss gröss­ten­teils auf Zäh­ler­ab­le­sun­gen. Falls zu diesem Zeit­punkt keine Zäh­ler­ab­le­sung statt­fin­den kann, wird der Umsatz­er­lös basie­rend auf sta­tis­ti­schen Werten geschätzt und erfasst.


Auf­trags­er­löse aus Gebäu­de­tech­nik und Neben­ge­schäf­ten werden in dem Zeit­punkt erfasst, wo Nutzen und Gefah­ren an den Auf­trag­ge­ber über­ge­hen. Erträge aus dem Erbrin­gen von Kun­den­auf­trä­gen werden peri­oden­ge­recht auf­grund der erbrach­ten Dienst­leis­tung berech­net und erfasst. Falls es wahr­schein­lich ist, dass die gesam­ten Auf­trags­kos­ten die gesam­ten Auf­trags­er­löse über­stei­gen, wird der zu erwar­tende Ver­lust sofort als Auf­wand erfasst. Gene­rell werden die Umsätze nach Abzug von Mehr­wert­steuer und Rabat­ten ausgewiesen.

Sach­an­la­gen
Die Sach­an­la­gen werden zu Anschaf­fungs­kos­ten bzw. Erstel­lungs­wert abzüg­lich der kumu­lier­ten Abschrei­bun­gen bilan­ziert. Die Abschrei­bung der Kraft­werke, Netz­an­la­gen, Mobi­lien, IT und Fahr­zeuge erfolgt linear auf­grund bran­chen­üb­li­cher, tech­nisch-wirt­schaft­lich erwar­te­ter Nut­zungs­dau­ern und unter Berück­sich­ti­gung der steu­er­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen. Grund­stü­cke und Gebäude werden zu Anschaf­fungs­wer­ten akti­viert. Auf den Gebäu­den wird objekt­be­zo­gen abge­schrie­ben, Grund­stü­cke werden nicht abge­schrie­ben. Anla­gen im Bau sind zu Her­stell­kos­ten bewer­tet. Wäh­rend der Erstel­lungs­phase werden keine Abschrei­bun­gen vorgenommen.

Bei Anzei­chen von Über­be­wer­tung werden die Buch­werte über­prüft und gege­be­nen­falls wertberichtigt.

30.09.21 30.09.20
TCHF TCHF
3. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11'439 10'064
Total Forderungen aus Energiegeschäft und Netznutzung 9’697 8’479
Aus Energiegeschäft und Netznutzung 10'774 9'421
Delkredere -1'077 -942
Total Forderungen aus Gebäudetechnik und Nebengeschäften 1'742 1'585
Aus Gebäudetechnik und Nebengeschäften 1'936 1'761
Delkredere -194 -176
4. Sachanlagen 34'736 30'126
Produktionsanlagen 936 896
Verteilanlagen 13'631 13'643
Grundstücke und Gebäude 15'820 11'300
Übrige Sachanlagen 1'302 1'431
Anlagen im Bau 3'047 2'856
5. Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 1'739 2'070
Dritte 1'610 1'947
Vorsorgeeinrichtung 129 123
6. Passive Rechnungsabgrenzung 14'035 11'455
Dritte 14'031 11'247
Beteiligte 4 208

7. Übrige lang­fris­tige Ver­bind­lich­kei­ten
In den Übri­gen lang­fris­ti­gen Ver­bind­lich­kei­ten werden mehr­heit­lich Kos­ten­bei­träge (Anschluss­bei­träge) bilan­ziert. Die Bilan­zie­rung erfolgt zum Nomi­nal­wert des erhal­te­nen Mit­tel­zu­flus­ses, abzüg­lich erfolgs­wirk­sa­mer Auf­lö­sung. Die Ver­bind­lich­kei­ten werden linear über die Ver­trags­dauer, bei unbe­fris­te­tem Anschluss­recht über die Nut­zungs­dauer des Anschlus­ses, aufgelöst.

8. Lang­fris­tige Rück­stel­lun­gen
Diese Posi­tion ent­hält Rück­stel­lun­gen für betrag­lich oder zeit­lich unge­wisse Ver­pflich­tun­gen und Risi­ken sowie Vorsorgerückstellungen.

30.09.21 30.09.20
TCHF TCHF
Langfristige Rückstellungen 19'085 19'623
Rückstellungen für Energiebeschaffungs-risiken 4'500 4'500
Übrige langfristige Rückstellungen 14'585 15'123

9. Akti­en­ka­pi­tal
Das Akti­en­ka­pi­tal ist ein­ge­teilt in 30 000 voll ein­be­zahlte Namen­ak­tien mit einem Nomi­nal­wert von je 100 CHF.

Bedeutender Aktionär:
Centralschweizerische Kraftwerke AG, Luzern 90,15% 90,15%

10. Even­tu­al­ver­pflich­tun­gen
EWS ist im Zusam­men­hang mit dem Instal­la­ti­ons­ge­schäft an zahl­rei­chen ein­fa­chen Gesell­schaf­ten (ARGE) betei­ligt. Gemäss Art. 544 Abs. 3 OR haften die Gesell­schaf­ter von ein­fa­chen Gesell­schaf­ten soli­da­risch. Zur Ver­min­de­rung der Risi­ken schlies­sen die ein­fa­chen Gesell­schaf­ten in der Regel sepa­rate Haft­pflicht­ver­si­che­run­gen ab. Zudem besteht eine Ver­si­che­rungs­de­ckung inner­halb der nor­ma­len Betriebshaftpflichtversicherung.

Antrag Verwendung des Bilanzgewinns

CHF
Gewinnvortrag 104'116.54
Unternehmensergebnis 3'442'821.22
Der verfügbare Bilanzgewinn beträgt 3'546'937.76

Der Ver­wal­tungs­rat bean­tragt der Gene­ral­ver­samm­lung fol­gende Gewinnverwendung:

CHF
Ausrichtung einer Dividende von 80 CHF je Aktie von nom. 100 CHF auf 30'000 Aktien 2'400'000.00
Einlage in die Freiwillige Gewinnreserve 1‘000'000.00
Vortrag auf neue Rechnung 146'937.76
Bilanzgewinn am 30.09.2021 3'546'937.76

Sofern dieser Antrag gut­ge­heis­sen wird, werden ausgeschüttet:

je Aktie CHF
Dividende brutto 80.00
Abzüglich eidgenössischer Verrechnungssteuer von 35 % 28.00
Dividende netto 52.00

Die Divi­dende wird am 31. Januar 2022 über­wie­sen. Die EWS AG stellt keine sepa­rate Divi­den­den­ab­rech­nung zu.

Schwyz, 23. Novem­ber 2021, im Namen des Verwaltungsrats

Der Prä­si­dent

Thomas Reit­ho­fer

Bericht der Revisionsstelle

Als Revi­si­ons­stelle haben wir die dar­ge­stellte Jah­res­rech­nung der EWS AG, bestehend aus Erfolgs­rech­nung, Bilanz und Anhang, für das am 30. Sep­tem­ber 2021 abge­schlos­sene Geschäfts­jahr geprüft.

Ver­ant­wor­tung des Ver­wal­tungs­ra­tes
Der Ver­wal­tungs­rat ist für die Auf­stel­lung der Jah­res­rech­nung in Über­ein­stim­mung mit den gesetz­li­chen Vor­schrif­ten und den Sta­tu­ten ver­ant­wort­lich. Diese Ver­ant­wor­tung beinhal­tet die Aus­ge­stal­tung, Imple­men­tie­rung und Auf­recht­erhal­tung eines inter­nen Kon­troll­sys­tems mit Bezug auf die Auf­stel­lung einer Jah­res­rech­nung, die frei von wesent­li­chen fal­schen Anga­ben als Folge von Ver­stös­sen oder Irr­tü­mern ist. Dar­über hinaus ist der Ver­wal­tungs­rat für die Aus­wahl und die Anwen­dung sach­ge­mäs­ser Rech­nungs­le­gungs­me­tho­den sowie die Vor­nahme ange­mes­se­ner Schät­zun­gen verantwortlich.

Ver­ant­wor­tung der Revi­si­ons­stelle
Unsere Ver­ant­wor­tung ist es, auf­grund unse­rer Prü­fung ein Prü­fungs­ur­teil über die Jah­res­rech­nung abzu­ge­ben. Wir haben unsere Prü­fung in Über­ein­stim­mung mit dem schwei­ze­ri­schen Gesetz und den Schwei­zer Prü­fungs­stan­dards vor­ge­nom­men. Nach diesen Stan­dards haben wir die Prü­fung so zu planen und durch­zu­füh­ren, dass wir hin­rei­chende Sicher­heit gewinn­nen, ob die Jah­res­rech­nung frei von wesent­li­chen fal­schen Anga­ben ist.

Eine Prü­fung beinhal­tet die Durch­füh­rung von Prü­fungs­hand­lun­gen zur Erlan­gung von Prü­fungs­nach­wei­sen für die in der Jah­res­rech­nung ent­hal­te­nen Wert­an­sätze und sons­ti­gen Anga­ben. Die Aus­wahl der Prü­fungs­hand­lun­gen liegt im pflicht­ge­mäs­sen Ermes­sen des Prü­fers. Dies schliesst eine Beur­tei­lung der Risi­ken wesent­li­cher fal­scher Anga­ben in der Jah­res­rech­nung als Folge von Ver­stös­sen oder Irr­tü­mern ein. Bei der Beur­tei­lung dieser Risi­ken berück­sich­tigt der Prüfer das interne Kon­troll­sys­tem, soweit es für die Auf­stel­lung der Jah­res­rech­nung von Bedeu­tung ist, um die den Umstän­den ent­spre­chen­den Prü­fungs­hand­lun­gen fest­zu­le­gen, nicht aber um ein Prü­fungs­ur­teil über die Wirk­sam­keit des inter­nen Kon­troll­sys­tems abzu­ge­ben. Die Prü­fung umfasst zudem die Beur­tei­lung der Ange­mes­sen­heit der ange­wand­ten Rech­nungs­le­gungs­me­tho­den, der Plau­si­bi­li­tät der vor­ge­nom­me­nen Schät­zun­gen sowie eine Wür­di­gung der Gesamt­dar­stel­lung der Jah­res­rech­nung. Wir sind der Auf­fas­sung, dass die von uns erlang­ten Prü­fungs­nach­weise eine aus­rei­chende und ange­mes­sene Grund­lage für unser Prü­fungs­ur­teil bilden. 

Prü­fungs­ur­teil
Nach unse­rer Beur­tei­lung ent­spricht die Jah­res­rech­nung für das am 30. Sep­tem­ber 2021 abge­schlos­sene Geschäfts­jahr dem schwei­ze­ri­schen Gesetz und den Statuten.

Bericht­erstat­tung auf­grund wei­te­rer gesetz­li­cher Vor­schrif­ten
Wir bestä­ti­gen, dass wir die gesetz­li­chen Anfor­de­run­gen an die Zulas­sung gemäss Revi­si­ons­auf­sichts­ge­setz (RAG) und die Unab­hän­gig­keit (Art. 728 OR) erfül­len und keine mit unse­rer Unab­hän­gig­keit nicht ver­ein­ba­ren Sach­ver­halte vorliegen. 

In Über­ein­stim­mung mit Art. 728a Abs. 1 Ziff. 3 OR und dem Schwei­zer Prü­fungs­stan­dard 890 bestä­ti­gen wir, dass ein gemäss den Vor­ga­ben des Ver­wal­tungs­ra­tes aus­ge­stal­te­tes inter­nes Kon­troll­sys­tem für die Auf­stel­lung der Jah­res­rech­nung existiert.

Ferner bestä­ti­gen wir, dass der Antrag über die Ver­wen­dung des Bilanz­ge­win­nes dem schwei­ze­ri­schen Gesetz und den Sta­tu­ten ent­spricht, und emp­feh­len, die vor­lie­gende Jah­res­rech­nung zu genehmigen.

KPMG AG

Sandro Mas­ca­rucci
Zuge­las­se­ner Revi­si­ons­ex­perte, Lei­ten­der Revisor

Simon Fuchs
Zuge­las­se­ner Revisionsexperte

Luzern, 23. Novem­ber 2021

Ihr Kon­takt

Marcel Betschart
Marcel Betschart
Bereichs­lei­ter Finan­zen und Administration