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Editorial

Liebe Kundin, lieber Kunde

In der Schweiz wird im Sommer wesent­lich mehr Strom erzeugt als im Winter. Gleich­zei­tig über­steigt der Ver­brauch im Win­ter­halb­jahr die Pro­duk­tion. Das hat zur Folge, dass wir im Sommer Strom expor­tie­ren und im Winter importieren.

Das Ungleich­ge­wicht erhöht sich weiter: Mit dem Ausbau der Pho­to­vol­taik, die haupt­säch­lich im Som­mer­halb­jahr Strom erzeugt, und mit dem gleich­zei­ti­gen Zubau von Wär­me­pum­pen, die vor allem im Winter genutzt werden. Durch den Weg­fall der Kern­kraft­werke wird das Win­ter­de­fi­zit noch wach­sen. Ob wir künf­tig auf Importe zurück­grei­fen können, ist unklar, denn auch in Europa ist mit einer Ver­knap­pung der Win­ter­men­gen zu rechnen.

Es gibt einen Lösungs­an­satz: die Inland­pro­duk­tion im Winter durch Wasser-Spei­cher­kraft­werke, Wind­ener­gie, Solar­an­la­gen in alpi­nen Gebie­ten erhö­hen sowie den Som­mer­über­schuss mit effi­zi­en­ten Tech­no­lo­gien spei­chern und im Winter wieder in Strom umwandeln.

Die Ver­sor­gungs­si­cher­heit im Winter sicher­zu­stel­len, ist die grosse Her­aus­for­de­rung der Stromwirtschaft. 

Peter Suter
Vor­sit­zen­der der Geschäftsleitung

Es gibt Lösun­gen für die Ver­sor­gungs­si­cher­heit im Winter.