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Jahresbericht 2020/21

Jahresbericht 2020/21

EWS hat ihre Gesamt­leis­tung im Geschäfts­jahr 2020/21 um 3,6 Mio. Fran­ken erhöht. In den regu­lier­ten Berei­chen Ener­gie und Netz­nut­zung führte der lange Winter zu einem höhe­ren Strom­ver­brauch. Der Bereich Gebäu­de­tech­nik konnte an das sehr gute Ergeb­nis des Vor­jah­res anknüp­fen und behaup­tet sich erfolg­reich im Markt. EWS leis­tet mit ihren umfas­sen­den Lösun­gen in den Berei­chen Gebäu­de­tech­nik und erneu­er­bare Ener­gien einen wich­ti­gen Bei­trag zur Nach­hal­tig­keit und Energieeffizienz.

Das Geschäfts­jahr im Über­blick
− Die Gesamt­leis­tung stieg um 6,1 Pro­zent auf 61.6 Mio. Fran­ken.
− Der Strom­ab­satz liegt mit 260 Mio. kWh um 9,1 Pro­zent höher als im Vor­jahr.
− Das Betriebs­er­geb­nis vor Zinsen und Steu­ern erreicht 4,3 Mio. Fran­ken und liegt damit 2,2 Pro­zent über dem Vorjahr.

Erfolgs­rech­nung
Über das Ver­teil­netz von EWS wurden 260 Mio. kWh Strom trans­por­tiert, rund 9,1 Pro­zent mehr als im Vor­jahr. Die Gesamt­leis­tung liegt 3,6 Mio. Fran­ken oder 6,1 Pro­zent über dem Vor­jah­res­wert und beträgt neu 61,6 Mio. Fran­ken (Vor­jahr 58,1 Mio. Fran­ken). Die Zunahme der Gesamt­leis­tung ist auf den höhe­ren Absatz im Strom­ge­schäft (Ener­gie und Netz­nut­zung) zurück­zu­füh­ren. Der lange Winter hat dazu geführt, dass mehr Strom zum Heizen ver­braucht wurde. Wegen des trüben Som­mer­wet­ters pro­du­zier­ten die Solar­an­la­gen weni­ger Strom, was wie­derum zu einem Mehr­be­zug aus dem Netz führte. Somit stieg der Umsatz im Strom­ge­schäft um 2,4 Mio. Fran­ken und dies bei im Ver­gleich zum Vor­jahr tie­fe­ren Prei­sen. Erfreu­li­cher­weise konnte auch der Umsatz im Bereich Gebäu­de­tech­nik sowie in den Neben­ge­schäf­ten um 0,6 Mio. Fran­ken gestei­gert werden. Dieser erreicht nun 19,4 Mio. Fran­ken (Vor­jahr 18,7 Mio. Franken).

Der Betriebs­auf­wand nahm um 6,4 Pro­zent auf 57,3 Mio. Fran­ken zu. Zum Mehr­auf­wand haben ins­be­son­dere die grös­sere Beschaf­fungs­menge und die höhe­ren Beschaf­fungs­preise für Strom bei­getra­gen. Zudem führte das Wachs­tum im Bereich Gebäu­de­tech­nik zu einem höhe­ren Auf­wand für Mate­rial und Dienst­leis­tun­gen. Der EWS Per­so­nal­be­stand wuchs um rund 3 Pro­zent ins­ge­samt werden 160 Mit­ar­bei­tende, die sich 143 Voll­zeit­stel­len teilen, beschäf­tigt. Die Abschrei­bun­gen auf den Sach­an­la­gen liegen ins­ge­samt 1,2 Mio. Fran­ken über dem Vor­jah­res­wert. Auf­grund von regu­la­to­ri­schen Vor­ga­ben wurden die bisher akti­vier-ten Auf­wen­dun­gen für die Umstel­lung auf Smart Meter voll­stän­dig abge­schrie­ben. Ein Abschrei­bungs­be­darf ergab sich erst­ma­lig beim neuen Gewer­be­bau. Das Betriebs­er­geb­nis vor Zinsen und Steu­ern erreicht 4,3 Mio. Fran­ken (Vor­jahr 4,2 Mio. Fran­ken). Die gute Sub­stanz von EWS erlaubt die Aus­schüt­tung einer ordent­li­chen Divi­dende von neu 80 Fran­ken pro Aktie, im Vor­jahr waren es 60 Fran­ken plus eine Jubi­lä­ums­di­vi­dende von 40 Fran­ken (Antrag des Ver­wal­tungs­rats an die GV). Ob die Gene­ral­ver­samm­lung am Montag, 24. Januar 2022 phy­sisch durch­ge­führt werden kann, wird bis vor Weih­nach­ten entschieden.

Bilanz
Die Sach­an­la­gen haben netto um 4,6 Mio. Fran­ken zuge­nom­men; dies ins­be­son­dere wegen der Inbe­trieb­nahme des neuen Gewer­be­baus in Ibach. Den Inves­ti­tio­nen in neue Sach­an­la­gen von ins­ge­samt 9,5 Mio. Fran­ken stehen Abschrei­bun­gen von 4,9 Mio. Fran­ken gegen­über. Auf der Pas­siv­seite steigt das Eigen­ka­pi­tal dank der Zuwei­sung an die Gewinn­re­ser­ven sowie durch den Bilanz­ge­winn um 0,4 Mio. Fran­ken an. Das kurz­fris­tige Fremd­ka­pi­tal nahm um 2,8 Mio. Fran­ken zu, unter ande­rem wegen erziel­ten Über­de­ckun­gen bei den regu­lier­ten Kosten im Strom­ge­schäft, welche an die Strom­kun­den zurück­ge­ge­ben werden. Das lang­fris­tige Fremd­ka­pi­tal nahm um 0,3 Mio. Fran­ken ab. Die Rück­stel­lun­gen sind gröss­ten­teils nicht zweckgebunden.

Inves­ti­tio­nen
EWS hat 5,5 Mio. Fran­ken in die eige­nen und gemie­te­ten Ver­teil­netz­an­la­gen in ihrem Ver­sor­gungs­ge­biet inves­tiert. Ein Fokus liegt auf dem Aus­tausch der kon­ven­tio­nel­len Strom­zäh­ler durch Smart Meter. Inzwi­schen ist die Hälfte der Zähler auf die neue Tech­no­lo­gie umge­stellt worden. Ein wei­te­rer Schwer­punkt liegt auf der Erneue­rung und Ver­ka­be­lung der Strom­lei­tung über die Rigi. Der neue Gewer­be­bau im Diesel konnte im Früh­jahr 2021 bezo­gen werden; er kos­tete rund 6 Mio. Franken.

Strom­ab­satz
Der Strom­ver­brauch hat im Ver­gleich zum Vor­jahr um 18,2 GWh zuge­nom­men. Bei den Pri­vat­kun­den hat in erster Linie der län­gere und käl­tere Winter zum Mehr­ver­brauch von 6,7 Pro­zent geführt. Bei den Geschäfts­kun­den ist der Anstieg des Strom­ver­brauchs um 11,1 Pro­zent auf die wieder anzie­hende wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung und neue Gross­ver­brau­cher zurückzuführen.

Opti­mierte Pro­zesse im neuen Gewer­be­bau
Der neue Gewer­be­bau im Diesel erfüllt den erhöh­ten Raum­be­darf für den Wachs­tums­be­reich Gebäu­de­tech­nik, ins­be­son­dere für den Schalt­an­la­gen­bau. Die Ana­lyse der Pro­duk­ti­ons­pro­zesse ergab eine opti­male Anord­nung von Maschi­nen, Lager­plät­zen und Werk­stät­ten. CNC-Maschi­nen, auto­ma­ti­sche Lager­sys­teme und Hän­ge­kräne für schwere Lasten unter­stüt­zen die Arbeits­pro­zesse im Schalt­an­la­gen­bau. EWS treibt die Digi­ta­li­sie­rung vieler Arbeits­pro­zesse voran. Dadurch gestal­ten sich die Arbei­ten trans­pa­ren­ter und siche­rer und es können Res­sour­cen ein­ge­spart werden.

Elek­tro­mo­bi­li­tät nimmt zuneh­mend Fahrt auf
Dank der immer brei­te­ren Ange­bots­pa­lette bei Elek­tro­fahr­zeu­gen nimmt ihr Anteil bei den Neu­zu­las­sun­gen lau­fend zu. Im Jahr 2020 betrug das Wachs­tum gegen­über dem Vor­jahr rund 50 Pro­zent, im lau­fen­den Jahr liegt das Wachs­tum noch etwas höher. Mitt­ler­weile sind rund 100’000 tau­send Elek­tro­fahr­zeuge auf Schwei­zer Stras­sen unter­wegs, davon sind rund 30’000 rein elek­trisch betrie­bene. Auch EWS inves­tiert zuneh­mend in Elek­tro­au­tos. Mitt­ler­weile betrei­ben wir 13 Geschäfts­fahr­zeuge mit Elek­tro­an­trieb, was rund 17 Pro­zent der gesam­ten Flotte aus­macht. EWS spielt aber auch eine wich­tige Rolle beim Aufbau der Infra­struk­tur für die Ladung der Strom­fahr­zeuge. Als füh­rende Anbie­te­rin für Lade­lö­sun­gen bera­ten wir Haus­ei­gen­tü­mer und Immo­bi­li­en­ge­sell­schaf­ten und instal­lie­ren die ent­spre­chen­den Lade­sta­tio­nen. Zuneh­mend wich­ti­ger werden intel­li­gente Lade­lö­sun­gen in Mehr­fa­mi­li­en­häu­ser, welche die Bela­dung von meh­re­ren Fahr­zeu­gen opti­mal steu­ern, damit bestehen­den Elek­tro-Haus­an­schlüsse nicht über­las­tet werden.

Für das Laden unter­wegs hat EWS in ihrem Ver­sor­gungs­ge­biet inzwi­schen 7 Stand­orte mit 10 Lade­punkte bereit­ge­stellt. Zwei der­ar­tige Sta­tio­nen wurden vor kurzem auf dem Gemein­de­park­platz in Brun­nen erstellt. Die Gemeinde Ingen­bohl stellt die Park­platz­flä­che zur Ver­fü­gung, EWS ist die Betrei­be­rin der Anla­gen. Eine Sta­tion hat eine Lade­leis­tung von 22 Kilo­watt und lie­fert Wech­sel­strom, die zweite Anlage leis­tet 66 Kilo­watt und lädt mit Gleich­strom. Ein Mit­tel­klas­se­wa­gen mit einem Ver­brauch von 18 Kilo­watt­stun­den kann bei der klei­ne­ren Lade­sta­tion in 50 Minu­ten Ener­gie für 100 km bezie­hen, bei der grös­se­ren Sta­tion braucht es dazu nur 16 Minu­ten. Dabei werden Kosten von 35 Rp./kWh ver­rech­net, damit fallen für 100 km Strom­kos­ten von 6.30 CHF an.

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