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Es begann in Wernisberg (1897)

Es begann in Wernisberg (1897)

In der Absicht, den Raum Schwyz künf­tig flä­chen­de­ckend mit Ener­gie zu ver­sor­gen, lan­cier­ten die Initi­an­ten nicht nur die Grün­dung einer Elek­tri­zi­täts­ge­sell­schaft. Sie lei­te­ten gleich auch noch die ersten Schritte zur Strom­pro­duk­tion in die Wege, was als erster Akt für eine weit­rei­chende Ener­gie­ver­sor­gung unab­ding­bar war. Karl Hür­li­mann, einer der Grün­der­vä­ter, leis­tete wert­volle Vor­ar­beit, indem er schon ab 1890 den kräf­ti­gen Muo­ta­fluss genau stu­dierte und dessen Was­ser­stand sys­te­ma­tisch auf­zeich­nete. Die Mes­sun­gen und Pla­nungs­ar­bei­ten erga­ben, dass die Erstel­lung und Inbe­trieb­nahme eines Was­ser­kraft­wer­kes im Bereich Schlattli, Muo­ta­thal, gewinn­brin­gend sein müssten. 

Grün­der­vä­ter von EWS planen Was­ser­kraft­werk
Sofort bemühte man sich beim Bezirk um die Berech­ti­gung für den Betrieb eines Was­ser­kraft­werks an der Muota. Noch vor der rechts­kräf­ti­gen Grün­dung der Elek­tri­zi­täts­werk Schwyz AG 1896 hatte die Inter­es­sen­ge­mein­schaft um Karl Hür­li­mann mit den wich­tigs­ten Vor­ar­bei­ten für den Kraft­werk­bau begon­nen, so etwa mit dem Land­er­werb oder der Aus­hand­lung und Siche­rung diver­ser Berech­ti­gun­gen (Nut­zungs­rechte, Durch­lei­tungs­rechte und ande­res mehr). Gebaut wurde in Wer­nis­berg, Gemeinde Muotathal. 

Die Herren Büeler, Hür­li­mann und Loser lies­sen sich bezüg­lich des Kraft­werk­baus seriös bera­ten. Sie holten Inge­nieur­wis­sen erster Güte ein und lies­sen die Ver­wirk­li­chung der Anlage bei Wer­nis­berg durch aus­ge­wie­sene Fach­leute, zum Bei­spiel durch den was­ser­bau­tech­nisch bewan­der­ten Prof. C. Zschokke aus Aarau, beauf­sich­ti­gen. Nach und nach ent­stand die Anlage mit ihren wich­tigs­ten Kom­po­nen­ten: Was­ser­fas­sung, Stol­len und Kanäle, Reser­voir, Druck­lei­tung und Tur­bi­nen­haus. Am 23. Juli 1897 ging das Kraft­werk Wer­nis­berg in Betrieb. 

Strom­nach­frage steigt und steigt
Aus­ge­stat­tet war «Wer­nis­berg» anfäng­lich mit drei Maschi­nen­grup­pen, also mit drei Tur­bi­nen, die ihrer­seits mit je einem Gene­ra­tor in Ver­bin­dung stan­den. Was für eine feu­dale Aus­gangs­lage! Man meinte, die Strom­pro­duk­tion würde für längste Zeit den Ansprü­chen genü­gen. Tat sie – eine Weile. Doch eher, weil die Strom­ver­sor­gung vor 1900 noch nicht so ver­brei­tet und in den Anfän­gen als Luxus“ nur weni­gen vor­be­hal­ten war. Die Ener­gie-Pio­niere hatten bei­nahe Beden­ken, man würde den pro­du­zier­ten Strom nicht an die breite Bür­ger­schaft brin­gen. Das waren Anfangs­sor­gen. Binnen weni­ger Jahre wen­dete sich das Blatt, und wohl alle Zeit­ge­nos­sen woll­ten zu gerne, mög­lichst schnell, viele strom­be­dingte Annehm­lich­kei­ten auch im eige­nen Alltag haben, sofern mach- und zahlbar. 

Wernisberg


Kraft­werk geht an Bezirk Schwyz über
«Wer­nis­berg» wurde aussen wie innen über die Jahre in Stand gehal­ten, aus­ge­baut, moder­ni­siert und lie­ferte zuver­läs­sig Strom. Dann kam die an die Was­ser­rechts­kon­zes­sion gebun­dene Bestim­mung, wonach der Bezirk Schwyz das Kraft­werk Wer­nis­berg nach 60 Betriebs­jah­ren kaufen konnte, zur Anwen­dung. Zwi­schen­zeit­lich war näm­lich ein bezirks­ei­ge­nes Elek­tri­zi­täts­werk ent­stan­den, und von dort aus mel­dete man Bedarf für Wer­nis­berg an. Am 23. Juli 1957, um 12.00 Uhr, fand die Über­gabe des Kraft­werks Wer­nis­berg von EWS an den Bezirk Schwyz – und von da aus gleich in den Akti­ons­be­reich des Bezirks-Elek­tri­zi­täts­wer­kes – statt.