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Eine Hommage auf das Berufsbild der Zählerableser

Eine Hommage auf das Berufsbild der Zählerableser

In den kom­men­den Jahren erobert eine neue Zäh­ler­ge­nera­tion die Gebäude in der Schweiz. Smart Meter über­mit­teln den Strom­ver­brauch auto­ma­tisch an die Ener­gie­ver­sor­ger. Die intel­li­gen­ten Strom­zäh­ler brin­gen grösste Vor­teile hin­sicht­lich Geschwin­dig­keit und Genau­ig­kei­ten der Daten mit sich, haben aber leider auch ihre Schat­ten­sei­ten: Das Berufs­bild der Zäh­ler­a­b­le­ser wird in den nächs­ten Jahren verschwinden.

Auch bei EWS wird der Gross­teil der ana­lo­gen Strom­zäh­ler bis Ende 2024 durch digi­tale Strom­zäh­ler ersetzt. Peter Gia­co­mini, Leiter Pri­vat­kun­den und Abrech­nung, küm­mert sich seit 30 Jahren um die Zäh­ler­a­b­le­se­rin­nen und Zäh­ler­a­b­le­ser, die für EWS im Ein­satz stehen. Als er seinen neuen Job antrat, bestand das durch­mischte Team aus 30 Per­so­nen. Haus­frauen, Pen­sio­nierte und ehe­ma­lige Mit­ar­bei­tende teil­ten sich die ins­ge­samt 25’000 Zähler im EWS-Ver­sor­gungs­ge­biet auf. Es wurde damals zwei­mal jähr­lich wäh­rend je 15 Arbeits­ta­gen abgelesen.

Kon­zen­trierte Hand­ar­beit
Peter Gia­co­mini kann sich noch gut an die Anfangs­zei­ten in seinem neuen Ver­ant­wor­tungs­be­reich erin­nern: «Das kom­plexe Mapper-System war von 1980 bis 2002 im Ein­satz. Für die 25’000 Zähler waren 290 Zäh­ler­bü­cher im Umlauf; die Able­se­da­ten wurden hand­schrift­lich erfasst und im Anschluss von mir und meiner Arbeits­kol­le­gin wäh­rend rund 14 Tagen in einem Mono­chrom-Bild­schirm erfasst. Das war Konzentrationsarbeit!»

Schlep­pen gehörte zum Berufs­all­tag
Nach Ablö­sung des Mapper-Sys­tems wech­sel­ten EWS im April 2002 auf das Ablese und Ver­rech­nungs­sys­tem von SAP. Die Able­se­kar­ten (50’000 Karten pro Jahr) wurden nach Touren sor­tiert in Ordner abge­legt; das Gewicht der Able­se­kar­ten auf einer Route konnte bis zu 12 Kilo betra­gen. Das System hatte den Vor­teil, dass die Daten nach der Able­sung nicht mehr manu­ell ein­ge­ge­ben werden muss­ten; ein Scan­ner erfasste die Daten automatisch.

Able­sung wird smart
Ab 1. Okto­ber 2013 ging es in gros­sen Schrit­ten Rich­tung Digi­ta­li­sie­rung. Mit der Ein­füh­rung von IS‑E konn­ten die Daten fortan per Smart­phone und den dazu­ge­hö­ri­gen Aus­le­se­köp­fen (Daten­über­tra­gung per Blue­tooth) abge­le­sen werden. Seit April 2018 werden die Zähler nun lau­fend durch Smart Meter ersetzt; ins­ge­samt haben beide Unter­neh­men bereits 24’500 ana­loge Zähler demon­tiert. Bis Ende 2024 sollen nur noch Smart Meter im Ein­satz sein.

Die Ent­wick­lung der Zah­lungs­un­ter­la­gen in den ver­gan­ge­nen 50 Jahren.

v.l.n.r Zäh­ler­buch Mapper-System, SAP-Ablesekarten.

Peter Gia­co­mini beim Erfas­sen der Zäh­ler­da­ten System Mapper.

Eine Flut von Papier: Bereit­stel­len der 50’000 SAP-Zählerkarten.

Diverse Zäh­ler­ge­nera­tio­nen

I‑SE Aus­le­se­ge­räte

Oswald Bag­gen­stos stand für EWS über 20 Jahre als Zäh­ler­a­b­le­ser im Ein­satz und hat den tech­ni­schen Wandel haut­nah miterlebt.

Die neuen Smart Meter lösen die alten Zähler bis Ende 2024 ab.

Instal­la­tion der neuen Smart Meter.